Wie eine Idee zur Erholungsbasis wurde
2018 begann alles mit einer einfachen Frage: Kann Tourismus existieren, ohne die Orte zu beschädigen, die Menschen besuchen möchten? Nach Jahren in der konventionellen Hotelbranche hatten wir genug gesehen – überfüllte Resorts, Ressourcenverschwendung und Naturzerstörung im Namen des Komforts.
Wir erwarben ein brachliegendes Waldgrundstück südlich von Garmisch-Partenkirchen. Keine bestehenden Gebäude, keine Infrastruktur. Nur Bäume, ein Bach und der Wunsch, etwas anders zu machen.
Statt Bagger einzusetzen, arbeiteten wir mit Forstwirten zusammen, die das Gelände kannten. Jede Unterkunft wurde so platziert, dass bestehende Bäume erhalten blieben. Fundamente wurden als Punktfundamente ausgeführt, um Versiegelung zu minimieren.
Wasser stammt aus einer eigenen Quelle. Die Klärung erfolgt über Pflanzenbeete. Strom wird durch Photovoltaik erzeugt, ergänzt durch ein kleines Wasserkraftwerk am Bach. Überschüssige Energie fließt ins lokale Netz.
Diese Entscheidungen waren nicht immer einfach oder günstig. Aber sie ermöglichen uns, ehrlich zu bleiben. Wir werben nicht mit Nachhaltigkeit – wir praktizieren sie.
Gründerin & Betriebsleitung
Ehemalige Hoteldirektorin mit 15 Jahren Erfahrung. Verantwortlich für strategische Ausrichtung und Partnerschaften mit regionalen Erzeugern.
Nachhaltigkeitsmanagement
Umweltwissenschaftler mit Schwerpunkt regenerative Systeme. Überwacht alle ökologischen Aspekte des Betriebs und entwickelt neue Konzepte.
Gästebetreuung & Programme
Ausgebildete Naturpädagogin und Bergführerin. Gestaltet Exkursionen und betreut Gäste während ihres Aufenthalts.
Technik & Infrastruktur
Zimmermann und Elektriker. Sorgt dafür, dass alle Systeme funktionieren und führt Reparaturen mit nachhaltigen Materialien durch.
Unsere Kostenstruktur ist nachvollziehbar. Ein Teil jedes Umsatzes fließt in Aufforstungsprojekte der Region. Die genauen Beträge veröffentlichen wir jährlich.
Über 80 Prozent unserer Ausgaben bleiben im Umkreis von 50 Kilometern. Von der Wäscherei bis zum Gemüselieferanten – wir arbeiten mit Betrieben, die wir persönlich kennen.
Wir beschönigen nichts. Unsere Unterkünfte sind komfortabel, aber nicht luxuriös. Die Wege sind naturbelassen, was bei Regen matschig werden kann. Mobilfunkempfang ist begrenzt. Das gehört dazu.
Schnelles Wachstum interessiert uns nicht. Jede Erweiterung wird sorgfältig geprüft. Wir wollen in 20 Jahren noch hier sein – mit intaktem Wald und zufriedenen Gästen.
Seit Betriebsbeginn haben wir dokumentiert, wie sich das Gelände entwickelt. Die Artenvielfalt ist nachweislich gestiegen – Vogelzählungen zeigen 23 Prozent mehr Brutpaare als 2018. Die Wasserqualität des Bachs hat sich verbessert, was regelmäßige Proben bestätigen.
Diese Daten teilen wir mit Universitäten, die ähnliche Projekte erforschen. Unser Modell soll nicht einzigartig bleiben – es soll sich verbreiten.